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Jay Acovane Interview

                                   Juristische Verwicklungen Staatsanwälte küsst man nicht - oder doch?

Vincent ist stets um Catherines Wohl besorgt, doch auch ein anderer Mann hat sie sehr gern und macht sich so seine Gedanken um sie: Ihr Vorgesetzter und Freund Joe Maxwell. Mehr über den Schauspieler Jay Acovone, der Joe Maxwell praktisch zum „Anwalt für alle Fälle“ werden und ihn so sympathisch erscheinen lässt, in diesem Bericht aus der amerikanischen Zeitschrift „Starlog“ von März 1990

„Als ich hörte, daß Linda Hamilton die Show verlässt, bekam ich Panik!“ gesteht Jay Acovone. „Da geht mein Haus dahin! Ich dachte, weil sie ja im Büro des Staatsanwalts ist... und sie ist nicht mehr! Aber zum Glück hat es sich alles zum Guten gewendet.“

Es hat sich mehr als zum Guten für Acovone bei BatB gewendet. Wenngleich er auch eine Festanstellung bei der Serie hatte, sein Charakter, der Staatsanwalt Joe Maxwell, Catherine  Chandlers Boss, erschien mehr unregelmäßig. Nun aber, mit den Änderungen der dritten Saison, wird er sehr oft zu sehen sein.

„Ich bin sehr froh. Joe ist durch einige Veränderungen in diesem Jahr gegangen. Er bekommt eine Beförderung“, lächelt Acovone. „Ich fühl mich gut mit dem, was sie für mich schreiben, wenngleich ich auch meine, sie könnten manchmal Dinge  ein wenig  mehr gefährlich schreiben.“ Acovone pausiert und sagt dann leidenschaftlich: „Ich möchte eine Freundin! Auch wenn's nur eine billige kleine Verabredung ist.“

Acovone meint es total ernst mit seinem Begehren nach einer romantischen Seite. Wer würde sie sein? „Ich habe sogar darüber nachgedacht! Terrylene, die Laura spielt, das taubstumme Mädchen. Das wäre interessant!“

Aber wenn er über die wichtigste Frau in seinem „Vor-der-Kamera-Leben“ spricht, geht sein ganzes Lob an Linda Hamilton. „Ich mag  Hamilton  sehr. Sie  ist professionell und sie ist süß. Ich vermisse sie sehr. Ich würde es wirklich gerne sehen, wenn sie zurückkäme. Das heißt

aber nicht, daß ich Jo Anderson, Diana, raushaben möchte. Ich mag Jo sehr. Sie ist eine gute Schauspielerin. Ich hoffe, dass die Fans ihr eine Chance geben. Sie ist nicht Linda und sie versucht es auch nicht zu sein. Sie ist ein vollkommen anderer Charakter. Ich weiß nicht, ob sie eine Beziehung zu Vincent haben wird oder nicht. Ich habe meine eigenen Ideen, aber ich bin Schauspieler, kein Schreiber.“

„Ich kann fast die  Fanreaktion voraussehen. Ich war ein großer James Bond Fan, als ich ein Junge war und ich erinnere mich, als Sean Connery ging und Roger Moore dafür kam. Und ich sagte:

,Oh, Gott!' Aber nach dem zweiten Film sagte ich: ,Der Bursche ist gut!' Und dann hab ich's genossen!“

Wenn Acovone auch nicht an den gleichen Tagen arbeitet wie Ron Perlman und Roy Dotrice, hat Jay doch den größten Respekt für beide. Er kommt von Zeit zu Zeit ins Studio um Hallo zu sagen. Doch diese Saison sagt Acovone: „Ich hab gerade meine erste Szene mit Roy Dotrice gedreht und hatte viel Spaß dabei. Er ist ein guter Schauspieler.“

Diese Saison hat auch die Rückkehr von Elliot Burch, von Edward Albert gespielt, gesehen. Acovone: „Ich liebe Eddie Albert. Er ist großartig, ein richtig lieber Kerl. Ich weiß nicht, ob er mit der Show fertig ist. Wir hatten einige gute Szenen zusammen und ich wünschte bloß, dass wir noch viel mehr miteinander zu tun gehabt hätten.“ Mit dem Tod von Paracelsus, gespielt von Tony Jay, wurde ein neuer Charakter vorgestellt. „Stephen McHattie (einst als Ersatz für Robert Englund als Freddy Krueger gedacht) ist der beste Bösewicht, den wir jemals hatten“, kommentiert Jay Er schüttelt sich fast, als er bemerkt: „Er ist psychisch beängstigend.“

Wie  Acovone eine Rolle  in  der hochkalibrigen Gruppe von Beauty and the Beast bekam, ist die Art, wie jeder Schauspieler eine Rolle  bekommen möchte: Ohne Vorsprechen! „Im Jahr 1985 war es Pilotfilm-Saison. Während dieser Pilotfilm-Saison bewerben sich die Schauspieler für  fünf, sechs, acht Pilotfilme. Ich hatte für zwei von ihnen gleichzeitig Angebote. Sie wollten mich bei Witt-Thomas für eine halbstündige Komödie (das kurzlebige Tough Cookies, das nur sechs Episoden brachte). Ich entschied mich zu Spelling zu gehen (für Hollywood-Beat, zusammen mit Jack Scalia). So schrieb ich Witt-Thomas einen netten Brief, in dem ich sagte, dass ich gern in Zukunft mit ihnen arbeiten würde. Zwei Jahre später bekam ich einen Anruf von meinem Agenten, der mir erzählte, dass Witt-Thomas sehr aufgeregt seien, wegen einer Rolle, die sie für mich hätten.“ Ebenfalls aufgeregt guckte sich Jay das Script an und fand zu seinem Bedauern heraus, dass „da nur fünf Zeilen waren. Ich hab's abgelehnt. Paul Witt und Tony Thomas kamen aber zurück und sagten: ,Wir wollen dich wirklich. Wenn die Show was wird, werden wir dich darin fest anstellen.' So entschied ich mich, es zu tun. Na, ich hatte keine Wahl - meine Frau, Fonda St. Paul, hat mich dazu gebracht.“

Acovone gibt zu, dass da auch noch ein anderer Grund wai; warum er eigentlich erst nein gesagt hatte. „Ich dachte, dass diese Show niemals fortgesetzt würde. Wer würde denen diese Logik abkaufen?“ Später erinnert sich der Schauspieler:

„Wir wurden eingeladen,  uns den Pilotfilm anzusehen. Ungefähr in der Mitte des Films sagte ich: ,Das ist wirklich gut! Wir haben einen Job!“ Von da an war Acovone ein gieriger Beauty and the Beast Fan. Wenngleich auch Joe Maxwell im Vordergrund der Episode „Die Versuchung“ stand, bemerkt Jay: „Meine Lieblingsfolge ist die letzte der ersten Saison, ,Ein glückliches Leben'. Das hat wirklich Spaß gemacht, wenn ich auch kaum dabei war.“

Wü!tle Jay mal gern versuchen wollen, Regie zu führen? „Nachdem ich gesehen habe, was Ron Perlman in Episode Nr.9 durchgemacht hat, in der er Regie führte, nein! Ich glaube, ich bin einen weiten Weg davon entfernt. Man denkt, Regie zu führen ist, dass du hinter der Kamera stehst und sagst: ,OK, Action!' Dann sagst du: ,OK, Schnitt!' Falsch! Jedes bisschen, was in der Show passiert, wird von einer Person durchgegangen und das ist der Regisseur. Ich meine, bis hin zu: ,Welche Farbe möchtest du für diese Wand haben? Welche Art Bild soll an der Wand hängen?' Alles! Perlman hat fast in dieser Show den Verstand verloren. Es war wie:  Sie versuchen, mich umzubringen!'

Am 12. August 1955 in New York geboren, ist Jay Acovone der jüngste von drei Geschwistern. Sein Bruder Peter und seine Mutter haben eine chemische Reinigung in Mahopac, New York, wo Acovone aufwuchs. Seine Schwester Diane und ihr Mann sind Restauratoren in Poughkeepsie. „Mein Vater starb, als ich drei Jahre alt war Er starb jung, als er 34 Jahre alt war, eine Herzattacke. Meine Mutter hat nie wieder geheiratet.“ Hat er irgendwelche Probleme, weil er jetzt auch 34 ist? „Nein, eigentlich nicht. Als ich jünger war; ja. Aber ich bin jetzt darüber hinweg.“ In BatB mußte Joe Maxwell über den Tod seines Vaters sprechen. „Das war eine harte Szene, als ich beschrieb, wie mein Vater starb.“

„Ich entschied  mich  erst  mit 19 Schauspieler zu werden. Und dann hab ich nichts dazu getan, bis ich 21 war Für mich ist das spät, denn viele der Kids fangen an, wenn sie 12 und 14 sind. Ich erinnere mich an das Kino und den Film. Es war im Baldwin Place Shopping Center ,Dog Day Afternoon' lief da gerade.“ Jay war von dem Film so beeindruckt, dass er ihn sich zweimal ansah. „Nach dem zweiten mal sagte ich: ,Ich glaube, ich kann das!'. So kann man sagen, dass Al Pacino  mich  dazu  inspiriert  hat, Schauspieler zu werden.“

1977 hab ich dann die American Academy of Dramatic Arts in New York besucht. Ich entschied, dort dann fortzugehen und bin dann zum Lee Strasberg Theatre Institute gekommen, wo ich ca. acht Monate blieb. Das war; als ich die Rolle in ,Cruising' mit Al Pacino bekam. Ich verließ die Schule und hab privat bei Donald Buka weiterstudiert. Ich rufe ihn ab und zu noch an und sage: ,Hilfe!“'

„Ich habe meine Frau im Jahr 1977 getroffen, als ich noch auf der Akademie war Sie besaß ein Geschäft in der 33. und 3. Straße. Ich bin reingegangen und sie hat mir einen Job gegeben, Innendekoration.“ Nun ist Ehefrau Fonda St. Paul Managerin für ihren Mann und einige andere Schauspieler. „Sie war nicht immer hinter den Kulissen, sagt Acovone. „Sie war vor iähren eine Darstellerin, Sängerin und arbeitete als Stunt-Double. Im Film „The French Connection“, wenn Gene Hackman dem Zug hinterher jagte, die Frau, die mit dem Kinderwagen getroffen wird, das ist meine Frau!“

In sehr kurzer Zeit begann Acovones Karriere. Er arbeitete in „As the World Turns“ als Cliff Matson und ist dann für zwei Jahre zu „Search for Tomorrow“ gegangen, spielte dort Brian Emerson. Er spielte auch in „Werewolf“ und hatte eine Rolle in der Mini-Serie „War and Rememberance“.

Inzwischen hat Acovone auch an seiner ersten Fan Convention teilgenommen. Das erste Mal, dass er Fans von Beauty and the Beast traf. „Als ich auf die Bühne ging, hab ich gezittert!“ gesteht er. „Ich dachte:

,Was sag ich  bloß? Ich bin  die langweiligste, uninteressanteste Person in der ganzen Welt. Ich werde ganz schön auf die Nase fallen.' Dann wurde mir bewusst, dass diese Leute die Show lieben und deshalb auch nicht lieben. Sie haben es mir leicht gemacht. Ich würde sofort noch eine Convention machen!“

Hat Jay jemals schlechte Erfahrungen mit Fans gehabt, nachdem schon diverse Stars von fanatischen Fans verfolgt wurden? „Die Fans sind großartig!“  erklärt Acovone. Er macht eine gedankenvolle Pause. „Da sind Fans, die die Show sehen und den Unterschied zwischen der Rolle und dem Schauspieler verstehen. Und dann sind da Fans, wie dieser Psychopath, der dies kleine Mädchen erschossen hat (Rebecca Schaeffer von My Sister Sam). Meine Frau sorgt sich darum mehr; als ich es tue.“

In der neuen Saison wird Joe Maxwell im zweistündigen  Pilotfilm bei  einer Explosion schwer verletzt. Später erholt sich Maxwell von diesen Verletzungen in einem Krankenhaus und Acovone konnte bei diesen Szenen wirklich sein Talent beweisen. „Es war eine der wenigen Szenen, die ich mit Linda in diesem Jahr hatte. Es war eine der wenigen Szenen, die irgendjemand mit Linda gehabt hatte! Ich hatte Spaß. Mit Schläuchen in meiner Nase und in meinen Armen hab ich mich dort befunden, wo ich niemals sein will.“ Bezugnehmend auf den Grund, warum Maxwell verletzt wurde, sagt er: „Das war die beeindruckendste Autoexplosion, die ich jemals gesehen habe. Die Explosion war unglaublich. Gary Bentley, der Mann für die Special Effekts, packte so eine Ladung in dieses Auto! Es war wie in Rambo!  John  Meyers, der  Stunt Koordinator, hat mich gedoubelt. Als das Auto explodierte, flog dieses Gel heraus und über seinen ganzen Rücken und er fing zu brennen an. Das hat jeden wahnsinnig erschreckt. Das war eine heiße Nacht. Gary Bentley ist heiß, und auch ein netter Kerl.“

„Ich arbeite sehr gern in dieser Show und seitdem ich dort bin, habe ich niemals eine schlechte Erfahrung gemacht. Es ist wie eine große Familie. Es ist so fröhlich dort. Außer; wenn es schon die sechzehnte Arbeitsstunde ist, dann werden die Leute plötzlich alle nörgelig.“

Was sieht Jay für seine Rolle in der Zukunft? „Eine große Frage ist, möchte ich Vincent treffen? Ich möchte eigentlich nicht“, sagt Jay „Ich würde gern näher an seine Spur herankommen. Da ist eine seltsame Person namens Vincent, warum ist er so seltsam? Ich würde gerne so nah kommen“, lacht er; „denn wenn du Vincent getroffen hast, da gibt's nur noch den Tod! Und ich möchte nicht sterben.“

Wenn Acovone die Botschaft von BatB zusammenfassen sollte, was würde er dann sagen? „Ich glaube, das kann man alles in einem Satz sagen: Liebe wird alles überwinden.“  Er lächelt  und sagt: „Notiere: Jay Acovone sagte das 1989 in einem Hotelzimmer. Liebe wird alles überwinden.

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